Klasse(n)Gemeinschaft – Wir sind ein Team

An der Nelson-Mandela-Schule in Rheine wurde das Projekt „Zusammen im Quartier – Kinder stärken – Zukunft sichern“ der Jugendberatungsstelle der Caritas an drei Aktionstagen in Kooperation mit Schulsozialpädagogin  Gabi Mönning in einer 9. Klasse durchgeführt. Das Hauptaugenmerk lag darauf, aus einer Klasse ein Team zu machen.

Dabei setzten sich die Schüler an drei Terminen über ein halbes Jahr verteilt mit verschiedenen Anhaltspunkten auseinander: Wie nehme ich Konflikte wahr? Wie schaffe ich es gut zu sagen, was gerade falsch läuft? Die Schüler sollten befähigt werden, sich an verschiedenen Problemlösungsstrategien auf verbaler Ebene zu versuchen, um sie später für ihren Alltag adaptieren zu können.

Unter dem Arbeitstitel „Klasse(n)Gemeinschaft“ wurden die Schüler mithilfe von verschiedenen Übungen motiviert Konflikte zu lösen. Die Schüler arbeiteten in wechselnden Kleingruppen, reflektierten manchmal in Einzelarbeitund mit Beobachtungsbögen. Vor allem wurde aber in der Klassengemeinschaft der Umgang mit Lösungsstrategien erprobt.

Losgelöst vom Schulgebäude halfen auch der Bürgerhof Schotthock und das Caritashaus, eine neue interessante Atmosphäre mit täglich vertrauten Menschen zu schaffen und es zu wagen, neue Wege zu gehen.

Eine spannende Zeitspanne der Begleitung für die Pädagoginnen, in denen offenkundig neue Prozesse in Gang gesetzt wurden und von Mal zu Mal ausgereifter zu beobachten waren. Schon das zweite Treffen der Aktion zeigte, das sich in der Klasse etwas verändert.

Am ersten Projekttag absolvierten die Schüler Geduldsproben beim „Tower ofPower, als bis zu 10 Schüler an einem Strang  ziehen mussten, um gemeinsam große Klötze von einem Turm auf den anderen zu bewegen. Es ging um Sprache und Verständnis, Mitteilen und richtiges Verstehen. Die Schüler lernten, dass Vorgänge, die beschrieben werden zunächst nur akustisch verstanden werden und nicht immer auf das gleiche Ergebnis hinauslaufen, obwohl Sprecher und Partner zeitgleich Rücken an Rücken das gleiche Bauprojekt bearbeiten. Die Schüler hinterfragten ihre Kommunikationsfähigkeiten und merkten, dass Problemlösungen viel Einfühlungsvermögen erfordern. Unterschiedliche Grundhaltungen wurden reflektiert und Perspektivwechsel in Gang gesetzt.

Lea Bröker, Ann-Kathrin Fink und Gabi Mönning probten beim zweiten Treffenmit den Nelson- Mandela-Schülern ihre Frustrationstoleranz und trainierten denzielorientierten Austausch untereinander.

In dieser Woche endete die Trainingsphase mit dem „großen Eierfall. Deutlich ruhiger und routinierter werkelten die Schüler an Utensilien, die miteinander verbaut ein rohes Ei aus einer ca. 2m –Fallhöhe vorm Zerbrechen schützen sollten. Abschließend sammelten Schüler und Klassenlehrer gemeinsame Absprachen und Regeln für ein weiterhin gutes Gelingen miteinander für die restliche Schulzeit, die fröhlich gestaltet an der Wand noch länger an ein paar herausfordernde Projektstunden erinnern sollen.